Skip to content

Entscheidungen

IMG_4311Wer kennt das nicht, man steht vor einer Entscheidung und weiss nicht wie man sich entscheiden soll. Trennt man sich von seinem Partner, weil man jemand anderen kennengelernt hat? Soll man auswandern? Soll man sich Selbstständig machen oder bleibt man im sicheren Hafen des Arbeitgebers? Auch wenn uns das möglicherweise gar nicht bewusst ist, aber wir müssen uns ständig entscheiden, sogar bei alltäglichen Dingen. Im Supermarkt stehen wir vor einer gigantischen Auswahl an Produkten, die intelligent angeordnet worden sind und dabei noch musikalisch untermalt werden. Die Entscheidung wird uns wohlmöglich in solchen Momenten schier abgenommen. Entschließen wir uns aber dennoch dem Marketingkonzept zu trotzen, stehen wir vor einer Entscheidung. Wir müssen entscheiden, ständig. Ein Klient erzählte mir tatsächlich, dass er bei schwierigen Entscheidungen in den Park ginge, sich auf eine Bank setze und so lange wartete, bis sich jemand neben ihn setzt, um diese ihm völlig fremde Person, um Rat zu fragen. Die ein oder andere Entscheidung habe er wohl so in seinem Leben schon getroffen. Die Vorstellung finde ich romantisch und dennoch finde ich, dass man auch selbst auf eine gut überlegte Entscheidung kommen kann. Das Problem ist meist gar nicht die Entscheidung an sich, sondern zu der Entscheidung zu stehen, sie wirklich in die Tat umzusetzen. Meist werden Entscheidungen nur überlegt und in Einzelteile zerlegt, es wird abgewogen, ausradiert und manipuliert und zum Schluss kann man sich nicht entscheiden, weil schon wieder andere Überlegungen hinzugekommen sind. Es ist kaum zu glauben, wie schlau und erfinderisch die Menschen sind, um der letzten Entscheidung zu entgehen. Was ist so schlimm daran, sich zu entscheiden? Warum beschäftigt uns diese Frage immer wieder auf’s neue. Ist es wohlmöglich die Angst vorm schliessen der Tür, in dem wir eine neue öffnen? Eine Entscheidung zu treffen heisst ja auch, gleichzeitig eine andere auszuschliessen. Das Entscheidungsproblem kommt durch Alternativen, aber diese Alternativen eröffnen ja auch wieder neue Türen. Ich rate häufig meinen Klienten, dass sie eine Liste erstellen mit Entscheidungen, die sie in der nächsten Woche treffen möchten. Natürlich kann man nicht in einer Woche entscheiden, seinen Partner zu verlassen oder auszuwandern, aber wie mit allem, fängt man erst einmal klein an und arbeitet sich organisch zu grösseren Entscheidungen hin. Probieren Sie es aus! Fertigen Sie jetzt eine Liste mit 10 kleinen Entscheidungen, die Sie in der nächsten Woche treffen möchten und ziehen Sie es durch. Setzen Sie die Entscheidungen in die Tat um. Oder Sie halten sich an das Zitat von Theodor Fontane, der schrieb:“ Wenn man die Wahl hat zwischen Austern und Champagner, so pflegt man sich in der Regel für beides zu entscheiden“. Auch dies wäre eine Variante. Wie auch immer Sie sich entscheiden, denken Sie immer daran, dass eine gut überlegte Entscheidung ein unglaublich positives Gefühl erweckt und womöglich werden Sie irgendwann einmal ganz süchtig danach Entscheidungen zu treffen. Viel Glück beim Entscheidungen treffen. Ich habe mich grade entschieden den sonnigen Tag zu nutzen, um eine Runde im Park zu Joggen.

Translate »